Schloss Chambord, Renaissance-Schloss im Loiretal, Frankreich
Schloss Chambord ist ein Renaissance-Schloss im Loiretal, das aus hellem Kalkstein erbaut wurde und einen zentralen Bergfried mit vier großen Ecktürmen besitzt. Die Dächer sind von einem Wald aus Türmchen, Kaminen und Dachgauben bedeckt, der das Gebäude von weitem erkennbar macht.
Der Bau begann 1519 unter König Franz I., der das Schloss als königliche Jagdresidenz an der Grenze seiner Territorien errichten ließ. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Schloss mehrmals den Besitzer und wurde erst im 19. Jahrhundert vom französischen Staat übernommen.
Die Wendeltreppe mit zwei parallelen Läufen im Mittelteil des Schlosses ist so gebaut, dass zwei Personen gleichzeitig hinauf- und hinuntergehen können, ohne sich je zu begegnen. Wer oben ankommt, schaut durch die offene Mitte hinunter und sieht die andere Person verschwinden, ohne sie getroffen zu haben.
Das Schloss ist fast das ganze Jahr über geöffnet, aber an wenigen Feiertagen geschlossen. Da die Innenräume und Treppen sehr weitläufig sind, empfiehlt sich bequemes Schuhwerk für den Besuch.
Das Schloss ist von einer Mauer umgeben, die einen riesigen Wald einschließt, der als der größte eingezäunte Wald Europas gilt. Wer auf den Wegen durch das Gehölz spaziert, kann Wildschweine und Hirsche begegnen, die dort frei leben.
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