Blutacker, Historische Stätte in Ost-Jerusalem, Israel
Akeldama ist ein historischer Ort im östlichen Jerusalem in Israel, der aus antiken Grabhöhlen, steinernen Grabstätten und einem griechisch-orthodoxen Kloster besteht, das auf terrassierten Hängen mit Blick auf das Hinnom-Tal erbaut wurde. Das Gelände zeigt mehrere Schichten alter Bestattungsstrukturen, die in den Fels gehauen oder aus lokalem Stein errichtet wurden, sowie Klostergebäude mit Kapellen und Innenhöfen.
Der Ort wurde nach dem ersten Jahrhundert als Begräbnisstätte für Pilger und Reisende genutzt, wobei die heutigen Strukturen größtenteils aus byzantinischer und mittelalterlicher Zeit stammen. Das griechisch-orthodoxe Kloster wurde im 19. Jahrhundert auf den Ruinen älterer religiöser Bauten errichtet.
Der Name des Ortes stammt aus dem Aramäischen und bedeutet Blutacker, eine Bezeichnung, die bis heute in der Liturgie und den Schriften der christlichen Kirchen verwendet wird. Pilger verschiedener Konfessionen besuchen das Gelände, um an den biblischen Erzählungen teilzuhaben und die Gräber zu sehen, die seit Jahrhunderten als Ruhestätten für Fremde dienen.
Das Klostergelände ist an Vormittagen für Besucher geöffnet, wobei Führungen über das Tourismus-Büro von Jerusalem und lokale religiöse Organisationen arrangiert werden können. Die Wege auf den terrassierten Hängen sind teilweise steil und uneben, daher ist gutes Schuhwerk empfehlenswert.
Im Mittelalter transportierten Schiffe Erde von diesem Ort zum Camposanto-Friedhof in Pisa, Italien, da man glaubte, sie besitze wundersame Zersetzungseigenschaften. Dieser Transport wurde so bedeutend, dass ganze Ladungen dafür reserviert wurden und der Boden in speziellen Kisten verpackt über das Mittelmeer reiste.
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