Hagi Castle Town, Historisches Burgstadtviertel in Hagi, Japan
Hagi Castle Town ist ein historischer Jōkamachi, also eine Burgstadt, im japanischen Hagi, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Straßen folgen noch heute dem ursprünglichen Grundriss aus der frühen Edo-Zeit, und viele der alten Mauern, Häuser und Überreste der Burg sind erhalten geblieben.
Die Burg von Hagi wurde 1604 vom Clan der Mōri errichtet und bildete das Zentrum einer wachsenden Burgstadt, die sich über zwei Jahrhunderte lang entwickelte. Als die Feudalherrschaft im 19. Jahrhundert endete, wurde die Burg abgerissen, doch der Stadtgrundriss und viele Gebäude blieben bestehen.
In den schmalen Gassen des Stadtviertels sind noch heute die weißen Lehmwände mit dem charakteristischen Namako-Muster zu sehen, einem rautenförmigen Gitterwerk aus dunklen Fugen. Viele Besucher leihen sich in der Nähe einen Kimono aus, um durch die alten Straßen zu spazieren und die Stimmung vergangener Jahrhunderte auf sich wirken zu lassen.
Das Gebiet eignet sich am besten zu Fuß, da die Straßen schmal sind und die meisten Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen. Ein früher Morgen oder später Nachmittag ist eine gute Zeit für einen Spaziergang, da dann weniger Besucher unterwegs sind.
Die Kikuya-Residenz, eines der ältesten erhaltenen Kaufmannshäuser Japans, steht noch immer in der Burgstadt und ist der Öffentlichkeit zugänglich. Im Inneren befindet sich ein traditioneller Garten mit Trockensteinmuster, der selten in einem Stadthaus zu sehen ist.
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