Helmstedt, Historische Hansestadt in Niedersachsen, Deutschland.
Helmstedt ist eine Kreisstadt in Niedersachsen, die zwischen den Höhenzügen Elm und Lappwald liegt und Bauten aus der Renaissancezeit sowie Fachwerkhäuser in den engen Gassen der Altstadt zeigt. Das historische Zentrum gruppiert sich rund um den Marktplatz, wo Giebelhäuser mit reichen Verzierungen stehen und mehrere Kirchen mit hohen Türmen das Stadtbild prägen.
Die Stadt erhielt ihre Stadtrechte im 12. Jahrhundert und trat später der Hanse bei, was ihr wirtschaftlichen Aufschwung durch Handel brachte. Eine protestantische Hochschule eröffnete 1576 und entwickelte sich zu einer bedeutenden Lehranstalt, bis französische Truppen sie 1810 auflösten.
Der Name des Ortes leitet sich vom althochdeutschen Begriff für einen mit Ulmen bewachsenen Platz ab, und heute säumen diese Bäume noch immer mehrere Straßen in der Altstadt. Besucher sehen überall Hinweise auf die ehemalige Universität, denn viele Gebäude trugen einst akademische Funktionen und zeigen noch Wappen oder lateinische Inschriften an den Fassaden.
Reisende erreichen den Ort stündlich mit Regionalzügen auf der Strecke zwischen Braunschweig und Magdeburg oder über die Autobahn A2, die Berlin mit dem Ruhrgebiet verbindet. Parkmöglichkeiten finden sich am Rand der Altstadt, und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen im Zentrum in fußläufiger Entfernung.
Ein mittelalterlicher Torturm aus dem 13. Jahrhundert blieb als einziger von mehreren Wehranlagen erhalten, und dort bläst jeden Samstag ein Wächter das Horn nach alter Tradition. Die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland verlief direkt östlich der Stadt, was ihr jahrzehntelang eine Randlage gab und viele historische Gebäude unverändert bewahrte.
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