Verwaltungsgebäude Krupp-Industrietechnik Duisburg, Verwaltungsgebäude in Duisburg, Deutschland
Das Krupp-Industrietechnik-Bürogebäude war ein fünfgeschossiger Bau aus Glas und Beton mit großzügigen offenen Büroflächen auf allen Etagen. Die Konstruktion kombinierte Stahlrahmen mit Betonwänden und prägte das Erscheinungsbild der Industriestraße mit seiner modernen Glasfassade.
Der Bau entstand zwischen 1962 und 1963 für die Fried Krupp Maschinen- und Stahlkonstruktion Rheinhausen GmbH und wurde 1973 erweitert. Das Gebäude war Teil der Expansion des Unternehmens in der Nachkriegszeit, als die Stahlindustrie an der Ruhr wieder aufgebaut wurde.
Das Gebäude trug den Spitznamen 'Aquarium' oder 'Glaskasten' in der lokalen Bevölkerung und spiegelt die moderne Unternehmensarchitektur der 1960er Jahre wider. Der Bau verkörperte das Selbstverständnis der deutschen Schwerindustrie als Arbeitgeber und Wirtschaftsmacht in dieser Zeit.
Das Gelände ist von außen einsehbar, auch wenn das Gebäude nicht mehr zugänglich ist, und bietet einen guten Überblick über die industrielle Architektur der Zeit. Der Standort liegt in der Nähe anderer Industriedenkmäler und ist mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen.
Nach seiner Schließung 1996 blieb das Gebäude fast 30 Jahre lang leer und wurde zur Ruine, bevor es 2022 für ein neues Wohnprojekt abgerissen wurde. Der Abriss markierte das Ende einer Ära, in der solche Gebäude nicht mehr als moderne Arbeitsplätze, sondern als historische Zeugen der Industrie wahrgenommen wurden.
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