Parc de la Villette, Park im 19. Arrondissement, Paris, Frankreich
Der Parc de la Villette ist ein weitläufiger Park im Nordosten von Paris, im 19. Arrondissement, der vom Canal de l'Ourcq durchquert wird. Er beherbergt Freiflächen, zehn thematische Gärten, Kultureinrichtungen wie die Cité des Sciences et de l'Industrie und die Philharmonie de Paris sowie markante rote Metallbauten, die sogenannten Folies.
Das Gelände war im 19. Jahrhundert ein großes Schlachthof- und Fleischmarktviertel, das der wachsenden Stadt Paris diente. In den 1980er Jahren entschied die Stadt, das veraltete Areal umzugestalten, und der Schweizer Architekt Bernard Tschumi gewann 1983 den internationalen Wettbewerb für das neue Design, das 1987 eröffnet wurde.
Im Park finden regelmäßig Freiluftkonzerte und Filmvorführungen statt, darunter ein Open-Air-Filmfestival im Sommer, das jedes Jahr ein anderes Thema wählt. Das Jazz à la Villette Festival zieht am Ende des Sommers ein großes Publikum an und macht den Park zu einem lebendigen Ort der Begegnung.
Der Park ist jederzeit zugänglich, da er weder Zäune noch Eingangszeiten hat. Die nächsten Metrostationen sind Porte de la Villette im Norden und Porte de Pantin im Süden, von denen aus man schnell zum jeweiligen Ende des Parks gelangt.
Über den gesamten Park verteilt stehen 35 leuchtend rote Metallbauten, die sogenannten Folies, die keinerlei praktische Funktion erfüllen, sondern rein als gestalterische Elemente konzipiert wurden. Sie sind ein zentrales Merkmal von Tschumis Entwurf, der bewusst die Idee eines klassischen, funktionalen Parks in Frage stellte.
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