Alsterpavillon, Gastronomiebetrieb in Hamburg
Der Alsterpavillon ist ein denkmalgeschütztes Gebäude mit Restaurant direkt am Ufer der Binnenalster in Hamburg-Mitte, am Jungfernstieg. Der flache Bau mit abgerundeter Front und großen Fenstern öffnet sich zum Wasser hin und befindet sich derzeit im Umbau, der eine neue Dachterrasse mit Blick auf den See einschließen soll.
Das erste Gebäude an dieser Stelle wurde 1799 von einem Franzosen namens Augustin Lancelot de Quatre Barbes eröffnet, der vor der Französischen Revolution geflohen war und das Eiscafé-Konzept nach Hamburg brachte. Der heutige Bau stammt aus den frühen 1950er Jahren und wurde vom Architekten Ferdinand Streb entworfen, nachdem ein Brand das Vorgängergebäude zerstört hatte.
Der Alsterpavillon liegt direkt am Jungfernstieg, einer der bekanntesten Straßen Hamburgs, und ist seit Generationen ein Treffpunkt für Einheimische und Besucher. Der geplante Neustart als "Hanseatic Brasserie" soll regionale Küche in einem offenen, zugänglichen Rahmen anbieten, der das Wasser der Binnenalster stets im Blick lässt.
Der Alsterpavillon befindet sich bis voraussichtlich Frühsommer 2026 im Umbau und ist während dieser Zeit geschlossen. Ein U-Bahn-Eingang in unmittelbarer Nähe macht den Standort am Jungfernstieg gut erreichbar.
In den 1930er Jahren fanden im Alsterpavillon Konzerte mit Swing-Musik statt, obwohl dieser Stil damals von der Regierung nicht geduldet wurde. In unmittelbarer Nähe befand sich außerdem von 1813 bis 1842 der sogenannte Schweizer Pavillon, ein benachbartes Café, das als Nichtraucherlokal bekannt war und zu den Lieblingsplätzen des Dichters Heinrich Heine gehörte.
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