Camp Ashraf, Wikimedia-Liste
Camp Ashraf ist eine militärische Anlage in der Provinz Diyala, etwa 96 Kilometer nördlich von Bagdad. Sie umfasst verschiedene Gebäude, Straßen, Schulen, Kliniken und Arbeitsbereiche, die über Jahrzehnte wie eine kleine Stadt entwickelt wurden.
Das Lager wurde 1986 von der People's Mujahedin of Iran gegründet und diente während des Iran-Irak-Krieges als Basis. Nach der US-Invasion 2003 wurden die Bewohner unter Waffenruhe und internationalen Schutz gestellt, dann jedoch 2009 unter Kontrolle der irakischen Regierung gestellt.
Der Name des Lagers geht auf Ashraf Rabiei zurück, einen iranischen politischen Gefangenen und hochrangiges Mitglied der Gruppe, der 1982 getötet wurde. Die Bewohner schufen über Jahre hinweg eine kleine Stadt mit Schulen, Kliniken und Arbeitsplätzen, die ihre Gemeinschaft und ihren Zusammenhalt widerspiegelt.
Der Ort ist für Besucher normalerweise nicht zugänglich, da es sich um eine aktive Militäranlage in einem empfindlichen Gebiet handelt. Informationen über den Standort und die aktuelle Kontrolle können sich schnell ändern, daher sollten vor Reisen aktuelle Sicherheitsratschläge eingeholt werden.
Das Lager wurde von seinen Bewohnern von Grund auf aufgebaut und entwickelte sich zu einer funktionierenden Stadt mit Schulen, Kliniken und Arbeitsbereichen. Trotz mehrfacher Luftanschläge durch den Iran in den 1990er Jahren reparierte die Gemeinschaft ihre Infrastruktur immer wieder selbst.
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