Nationalbibliothek und -archiv des Irak, Nationalbibliothek und Archiv in Bagdad, Irak.
Die Nationalbibliothek und das Nationalarchiv des Irak befinden sich in einem eigens errichteten Gebäude, das 1977 in Bagdad eröffnet wurde und Nationalbibliothek und Nationalarchiv unter einem Dach vereint. Der Hauptlesesaal und die Eingangshalle wurden beim Brand im April 2003 beschädigt, während eine verschlossene Eisentür andere Räume bewahrte. Vor der Zerstörung verwahrte die Einrichtung 417.000 Bücher, 2.618 Periodika sowie 4.412 seltene Bücher und Handschriften.
1920 von Muriel Jesse Forbes mit Unterstützung Gertrude Bells als Maktabat al-Salam (Bagdader Friedensbibliothek) gegründet, wurde sie 1924 vom Bildungsministerium übernommen und in al-Maktabat al-Aammat umbenannt. Das Gesetz Nr. 51 von 1961 machte sie zur Nationalbibliothek; 1987 erfolgte die Fusion mit dem Nationalen Archivzentrum. Im April 2003 zerstörten Brände rund 60 % der Archiv- und 25 % der Bibliotheksbestände.
Der Name der Einrichtung, Dar al-Kutub wa al-Wathaiq al-Iraqiyyah, bedeutet Haus der Bücher und Dokumente des Irak. Ihr erster Bibliothekar war Anastase-Marie al-Karmali, ein karmelitischer Priester und Lehrer, ernannt zur Eröffnung der Friedensbibliothek 1920. Zwischen den beiden Bränden von 2003 brachten Mitarbeiter einen Teil der Bestände in Sicherheit; Freiwillige schweißten die Eisentür zu und trugen Bücher in die al-Haqq-Moschee in Sadr City.
Die Bibliothek steht in dem 1977 eröffneten Gebäude gegenüber dem Verteidigungsministerium. Ihr Hauptlesesaal wurde im Juli 2004 nach den Bränden von 2003 wieder geöffnet; Zugang und Öffnungsbedingungen sollten daher vor einer Reise geklärt werden. Eine von der Tschechischen Republik gestiftete Restaurierungswerkstatt wurde für die geretteten Bestände eingerichtet.
Vor den Bränden von 2003 verwahrte die Bibliothek 417.000 Bücher, 2.618 Zeitschriften seit dem späten Osmanischen Reich sowie 4.412 seltene Bücher und Handschriften. Mitarbeiter und Freiwillige um den Geistlichen Abd al-Mun'im schweißten die Eisentür zu und brachten, was sie tragen konnten, in die al-Haqq-Moschee in Sadr City. Von 3.000 seltenen und wertvollen Büchern wurden nur rund 200 zurückgewonnen.
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