Haditha, Siedlung im Irak
Haditha ist eine Stadt im Westen des Irak neben dem Euphrat, etwa 240 Kilometer nordwestlich von Bagdad gelegen. Die Stadt erstreckt sich um einen großen künstlichen See, der durch den Haditha-Damm entstand, und wird von rund 100.000 Einwohnern bewohnt, die hauptsächlich in Landwirtschaft und Viehhandel tätig sind.
Haditha war während des Irakkrieges 2003 ein wichtiger Ort und die Kontrolle des Damms war strategisch entscheidend. In den folgenden Jahren brachten Unruhen, Aufstände und später auch der Kampf gegen den IS tiefe Narben in die Stadt, wobei lokale Anführer bedroht und getötet wurden.
Haditha wird von sunnitischen Muslimen geprägt, die hauptsächlich Arabisch sprechen und traditionelle Lebensweisen bewahren. Die Stadt ist eng mit dem Euphrat verbunden, dessen Wasser seit Generationen für Landwirtschaft und Fischerei genutzt wird und das tägliche Leben strukturiert.
Die Stadt liegt in einem heißen Wüstenklima mit Sommertemperaturen über 40 Grad Celsius und Regen hauptsächlich in den kühleren Monaten. Der Zugang zu Wasser, Lebensmitteln und grundlegenden Dienstleistungen kann eingeschränkt sein und hängt von der aktuellen Sicherheitslage ab.
Die Stadt wurde von einer lokalen Widerstandsgruppe namens Lions of Haditha gegründet, um gegen extremistische Kontrolle anzukämpfen und Versorgungsgüter trotz Blockade zu schmuggeln. Diese Zivilisten zeigen einen bemerkenswert organisierten Widerstand gegen die Gefährdung ihrer Heimat.
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