Aššur, Archäologische Stätte im Gouvernement Saladin, Irak
Assur ist eine archäologische Stätte in der Provinz Salah ad-Din im Irak, wo Reste einer mesopotamischen Metropole am Tigris-Ufer erhalten sind. Die Überreste umfassen mehrere Tempelanlagen, Wohnbauten und massive Befestigungen, die sich über ein weites Gelände erstrecken und Einblicke in die städtische Struktur der Antike bieten.
Die Siedlung entstand etwa um 2500 vor Christus und entwickelte sich zum politischen und religiösen Zentrum eines wachsenden Reiches. Babylonische Truppen eroberten und zerstörten die Stadt im Jahr 614 vor Christus, wodurch ihre Rolle als Machtzentrum endete.
Der Name der Stätte geht auf den gleichnamigen Hauptgott zurück, dessen Verehrung in allen Bereichen der Stadt sichtbar blieb. Besucher können heute noch die Grundmauern von Heiligtümern erkennen, in denen Priester Opfergaben darbrachten und religiöse Handlungen vollzogen, während Kaufleute und Handwerker in den umliegenden Vierteln ihren Geschäften nachgingen.
Die Ruinen liegen in einer abgelegenen Gegend am Flussufer, wo der Zugang je nach Jahreszeit unterschiedlich ausfallen kann. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände uneben ist und viele Bereiche durch freiliegende Steine und Schuttschichten schwer begehbar sind.
Deutsche Archäologen bargen Tausende beschriebene Tontafeln aus dem Boden, die später halfen, die Keilschrift zu entziffern. Eine besondere Kammer im Verteidigungsring erlaubte es Soldaten, unbemerkt aus den Mauern zu gelangen und Angreifer zu überraschen.
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