Gouvernorat Bagdad, Verwaltungsprovinz im zentralen Irak.
Dieses Verwaltungsgebiet liegt im zentralen Irak und umfasst die Landeshauptstadt sowie ein Umland aus Wohnvierteln, Gewerbegebieten und landwirtschaftlichen Flächen am Tigris. Das Gebiet ist in zwei große Teile gegliedert, Rusafa am östlichen Ufer und Karkh am westlichen Ufer, die durch mehrere Brücken verbunden sind.
Die Provinz erhielt ihren heutigen Verwaltungsstatus 1920, als das moderne Staatsgebiet nach dem Ersten Weltkrieg geschaffen wurde. Zuvor hatte die osmanische Herrschaft die Region mehrere Jahrhunderte lang verwaltet, bis die britische Mandatsmacht eine neue Ordnung einführte.
Der Name erinnert an die frühmittelalterliche Hauptstadt des Kalifats, und überall finden sich Moscheen, Basare und Kaffeehäuser, die bis heute Treffpunkte für Handel und Gespräche bilden. In vielen Vierteln beginnt der Tag früh, wenn Bäckereien frisches Brot backen und die Straßen sich mit Arbeitern, Studenten und Familien füllen, die ihren Alltag organisieren.
Reisende können die beiden Hauptteile der Metropole auf mehreren Brücken über den Tigris überqueren, die zu Fuß, mit Autos und Bussen befahrbar sind. Tagsüber herrscht auf den Hauptstraßen und in den Märkten reger Verkehr, weshalb man für Wegstrecken mehr Zeit einplanen sollte.
Das Gebiet ist die kleinste Provinz des Landes nach Fläche, hat aber gleichzeitig die höchste Bevölkerungsdichte. Diese Konzentration macht es zu einem Ballungsraum, in dem Wohnraum knapp ist und das tägliche Leben dicht gedrängt verläuft.
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