Tikehau, Korallenatoll im Tuamotu-Archipel, Französisch-Polynesien
Tikehau ist ein ovales Atoll der Palliser-Inseln, 340 km nordöstlich von Tahiti, aus zwei Hauptinseln und zahlreichen Motus auf einem fast durchgehenden Riff. Die Lagune misst 27 km mal 19 km und umfasst rund 461 km². Die Tuheiava-Passage im Westen ist die einzige schiffbare Einfahrt. Das Hauptdorf Tuherahera liegt im Süden.
Der erste belegte Europäer war der russische Seefahrer Otto von Kotzebue, der den Atoll am 25. April 1816 erreichte und ihn nach dem Forscher Adam Johann von Krusenstern Krusenstern-Insel nannte. Die Wilkes-Expedition kam am 8. September 1839 vorbei. 1987 untersuchte das Forschungsteam von Jacques Cousteau die Lagune.
Tikehau bedeutet in der Tuamotu-Sprache „friedliche Landung“; der Atoll wird auch Porutu-kai genannt. Die meisten der 560 Einwohner leben im Dorf Tuherahera im Süden, wo die katholische Kirche Saint-Nicodème steht: Ihre Geschichte reicht bis 1867 zurück, der heutige Bau wurde jedoch erst 1992 geweiht.
Tikehau liegt 340 km nordöstlich von Tahiti, Rangiroa 12 km östlich. Die 1.200 m lange Landebahn, 1977 eröffnet, wird täglich von Tahiti angeflogen. Die Tuheiava-Passage an der Westküste ist die einzige schiffbare Einfahrt in die Lagune; das Hauptdorf Tuherahera liegt im Süden.
1987 untersuchte die Forschungsgruppe von Jacques Cousteau die Lagune und fand dort mehr Fischarten als an jedem anderen Ort Französisch-Polynesischs. Das Atoll ist zudem erhöht: Sein höchster Punkt liegt 10 Meter über dem Meer, weil das Riff vor 1 bis 2 Millionen Jahren durch eine Aufwölbung der Lithosphäre aus dem Wasser gehoben wurde.
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