Punta Arenas, Hafenstadt im südlichen Chile
Punta Arenas liegt an der Magellanstraße im chilenischen Patagonien und dient als südlichste Großstadt auf dem Festland. Wohn- und Geschäftsviertel erstrecken sich vom Hafen landeinwärts über mehrere Hügel, umgeben von Steppe und weit entfernten Gebirgsketten.
Das Gebiet wurde 1848 als Strafkolonie gegründet, um chilenische Souveränität über die Meerenge zu sichern. Ab 1870 wuchs die Siedlung durch Wollhandel und Schiffsversorgung rasch, bis der Panamakanal 1914 den Seeverkehr verlagerte.
Friedhof Sara Braun zeigt große Mausoleen aus Marmor und Bronze, die an wohlhabende Schafzüchter und Handelsleute erinnern. Viele Straßennamen tragen kroatische, spanische und britische Herkunft, die bis heute im Stadtbild sichtbar bleibt.
Wind aus der Antarktis kann selbst im Sommer stark wehen, daher sind mehrere Kleidungsschichten und wetterfeste Jacken nützlich. Viele Hotels und Restaurants konzentrieren sich in der Nähe der Plaza Muñoz Gamero im Zentrum.
In der Nähe befindet sich Fort Bulnes, eine rekonstruierte Holzfestung aus der Gründungszeit, die an einem windigen Kap südlich der Stadt steht. Besucher können durch niedrige Holzpalisaden und einfache Baracken gehen, die zeigen, wie Kolonisten Ende der 1840er Jahre lebten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.