Nationalpark Los Glaciares, Nationalpark in der Provinz Santa Cruz, Argentinien
Los Glaciares ist ein Schutzgebiet in der Provinz Santa Cruz, das sich entlang der Andenkette erstreckt und verschiedene Landschaftsformen vom Hochgebirge bis zur windgepeitschten Steppe umfasst. Die beiden Hauptzonen des Parks liegen getrennt voneinander, eine im Norden mit schroffen Granitgipfeln und eine im Süden mit den großen Gletschern, die in tiefe Seen münden.
Die argentinische Regierung richtete dieses Schutzgebiet 1937 ein, um die Eisformationen und die umgebende Wildnis vor Eingriffen zu bewahren. Vier Jahrzehnte später erkannte die UNESCO die Bedeutung der Landschaft an und nahm sie 1981 in ihre Liste des Welterbes auf.
Der Name des Parks bezieht sich auf die mehr als 40 großen Eismassen, die hier aus dem südpatagonischen Inlandeis hervortreten und über steile Täler zur Ebene hinabfließen. Besucher sehen vor allem die Gletscherzunge Perito Moreno, wo das Eis regelmäßig abbricht und dabei ein donnerndes Geräusch erzeugt, das über das Wasser hallt.
Die meisten Besucher erreichen die südliche Zone über El Calafate und die nördliche über El Chaltén, beide dienen als Ausgangspunkte für Wanderungen und Bootsfahrten. Es empfiehlt sich, je nach gewünschter Route mehrere Tage einzuplanen, da die Entfernungen zwischen den einzelnen Gebieten beträchtlich sind und das Wetter rasch wechseln kann.
Einer der Gletscher schiebt sich wiederholt gegen eine Halbinsel und bildet dabei eine natürliche Barriere, die das Wasser eines Sees aufstaut, bis der Druck schließlich zu hoch wird und das Eis mit einem gewaltigen Krachen durchbricht. Dieses Naturschauspiel findet unregelmäßig statt, manchmal nur alle paar Jahre, und zieht dann Hunderte Zuschauer an die Uferpromenaden.
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