Upsala-Gletscher, Talgletscher im Los Glaciares Nationalpark, Argentinien.
Der Upsala-Gletscher ist ein Talgletscher im Nationalpark Los Glaciares in Argentinien und einer der größten des Kontinents. Er mündet in den Lago Argentino und zeigt eine imposante Eismauer, aus der regelmäßig große Eisbrocken brechen und in das Wasser fallen.
Schwedische Forscher der Universität Uppsala führten zu Beginn des 19. Jahrhunderts die ersten systematischen Studien des Gletschers durch. Die Namengebung bezieht sich auf ihre Herkunftsinstitution und dokumentiert den Beitrag europäischer Wissenschaft zur Erforschung dieser Region.
Der Gletscher war für die Tehuelche-Bevölkerung Teil ihrer Wanderrouten und prägte ihre Kenntnisse der Landschaft. Heute zeigt sich dieser historische Zusammenhang in den lokalen Erzählungen und Traditionen der Region.
Die beste Zeit zum Besuch ist zwischen November und März, wenn die Seen eisfrei sind und Bootstouren von El Calafate aus starten. Man sollte angemessene Kleidung für kaltes und wechselhaftes Wetter mitbringen und genug Zeit für die Fahrt einplanen.
Der Gletscher zieht sich seit Jahrzehnten zurück und hat sich vom benachbarten Bertacchi-Gletscher getrennt, wodurch neue Wasserwege im See entstanden sind. Diese Veränderungen zeigen am eigenen Auge, wie sensitiv die Eismassen auf die Klimaverhältnisse reagieren.
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