Viedma, Vulkan in Südpatagonien, Chile
Der Vulkan Viedma ist ein Vulkangipfel in Südpatagonien mit einer Höhe von etwa 1300 Metern. Das Besondere ist, dass er unter dem südlichen Patagonischen Eisfeld verborgen liegt und vier separate Calderen aufweist, die zwischen 1,5 und 4 Kilometern Durchmesser groß sind.
Der Vulkan ist bekannt für seinen Ausbruch 1988, der beträchtliche Mengen Asche und Bimsstein auf dem Patagonischen Gletscher ablage. Dieser Ausbruch führte zu Schlammbewegungen, die sich bis zum Viedma-See ausbreiteten.
Der Vulkan ist geologisch bedeutend für das Verständnis der frühmesozoischen Verbindung zwischen Patagonien und der Antarktischen Halbinsel durch Gesteinsformationen.
Das Gelände ist nur für spezialisierte Expeditionen zugänglich, da sich der Vulkan unter Eis befindet und extreme klimatische Bedingungen herrschen. Besucher sollten mit einem erfahrenen Bergführer reisen und auf unvorhersehbare Wetterwechsel in dieser abgelegenen Region vorbereitet sein.
Dieser Vulkan ist einer der wenigen subglazialen Vulkane in Südamerika und bleibt fast völlig unter dem Eis verborgen. Die Entdeckung seiner Calderen durch Eisbohrkerne und geophysikalische Untersuchungen zeigt, wie Vulkane unter Gletschern aktiv bleiben können.
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