Jorge-Montt-Gletscher, Gezeitengletscher im Südlichen Eisfeld, Chile.
Der Jorge Montt Gletscher ist eine Zunge aus dem sudlichen Patagonischen Eisfeld, die sich bis zum Meer erstreckt. Das Eis kalbt in einen Fjord, der sich westlich zum Pazifischen Ozean hin offnet und sich im Bernardo O'Higgins Nationalpark befindet.
Der Gletscher wurde nach Jorge Montt benannt, einem chilenischen Seeoffizier und Politiker des spaten 19. Jahrhunderts. Die Benennung spiegelt die historische Erkundung dieser entlegenen Patagonischen Region wider.
Die lokalen Gemeinschaften beobachten das Gletschereis seit Generationen und sehen darin einen wichtigen Teil ihrer Landschaft. Die Beziehung zwischen dem Eis und dem Leben in dieser Region prägt bis heute die Wahrnehmung der Menschen vor Ort.
Die Anreise zum Gletscher erfolgt per Boot von der Ortschaft Caleta Tortel aus durch die Fjordgewasser der Patagonischen Region. Besucher sollten sich auf wechselhafte Wetterbedingungen vorbereiten und warme, wasserfeste Kleidung mitbringen.
Wissenschaftler fanden hier um 2010 Uberreste von Nothofagus-Baumen, die belegen, dass es vor dem Eisvorstoß einst Walder gab. Diese Entdeckung zeigt, dass das Eis in dieser Region deutlich großere Flachen als heute bedeckte.
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