Perito-Moreno-Gletscher, Gletscher im Nationalpark Los Glaciares, Argentinien.
Perito Moreno ist ein Gletscher im argentinischen Teil des Nationalparks Los Glaciares, der sich über rund 30 Kilometer erstreckt und mit seiner 70 Meter hohen Front in den Argentinischen See mündet. Die insgesamt 250 Quadratkilometer umfassende Eisfläche schiebt sich zwischen bewaldete Hänge und felsige Ufer und bildet an mehreren Stellen zerklüftete Wände mit tiefen Spalten.
Das Eis entstand vor Tausenden von Jahren aus verdichtetem Schnee der Anden und trägt seit Beginn des 20. Jahrhunderts den Namen eines Forschers, der Patagonien kartiert hatte. Mehrfach blockierte die Front durch ihr Vordringen den Abfluss eines Seitenarms und ließ zeitweise Dämme entstehen, die später einstürzten.
Der Name ehrt einen patagonischen Pionier, während die Eiswand heute Wanderer aus vielen Ländern anzieht, die entlang gesicherter Wege das Kalben beobachten. Einheimische Führer begleiten Trekkingtouren auf der Oberfläche und erklären die Gletscherbewegung in mehreren Sprachen.
Vom nahegelegenen El Calafate führen befestigte Wege und erhöhte Aussichtsstege direkt zur Gletscherfront, sodass Besucher sicher in wenigen Metern Abstand stehen können. Wetterfeste Kleidung ist ratsam, da Wind vom Eis her auch bei Sonne kühlt und das Licht wechselt.
Anders als die meisten Gletscher weltweit schiebt sich dieser noch vorwärts und baut dadurch zeitweise eine Barriere auf, die Wasser aufstaut und nach Jahren mit lautem Krachen durchbricht. Das seltene Insekt Andiperla willinki lebt ausschließlich in der kalten Umgebung dieser Eiswand und wurde nirgendwo sonst beobachtet.
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