Amalia-Gletscher, Gezeitengletscher in der Provinz Última Esperanza, Chile.
Der Amalia-Gletscher ist ein Gezeitengletscher in der Provinz Última Esperanza und erstreckt sich über eine Breite von etwa 3 Kilometern. Er fließt mehr als 20 Kilometer vom Südpatagoni-Eisfeld bis zum Sarmiento-Kanal und bildet eine beeindruckende Eismasse in der südlichen Patagonischen Region.
Der Gletscher entstand als Teil der großflächigen Vereisung der patagonischen Region während der Eiszeitalter. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts zog sich die Gletscherzunge deutlich zurück, wobei der Rückgang zwischen 1945 und 1986 etwa 7 Kilometer betrug.
Der Gletscher ist Teil des Bernardo-O'Higgins-Nationalparks, wo Besucher die natürlichen Prozesse der Eisbildung und Umweltveränderung beobachten.
Besucher erreichen den Gletscher hauptsächlich per Boot von der Küste aus, wobei Touren die Gewässer von Patagonien durchqueren. Beste Bedingungen für die Beobachtung entstehen bei ruhigem Wetter, wenn die Eismassen von Schneefall und klaren Lichtverhältnissen am besten sichtbar sind.
Der Gletscher umgeben und formt einen aktiven Vulkan namens Reclus, eine seltene Kombination auf dem Kontinent. Dieses Zusammenspiel zwischen Gletschereis und vulkanischer Aktivität schafft eine einzigartige Landschaft, die für Geowissenschaften von besonderem Interesse ist.
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