Cueva del Milodón, Naturdenkmal und prähistorische Höhle in Torres del Paine, Chile
Das Cueva del Milodón ist ein geschütztes Naturdenkmal in der Provinz Última Esperanza, bekannt für seine großen Höhlenformationen und paläontologische Bedeutung. Die Haupthöhle öffnet sich mit einem weiten Bogen in den Berg hinein und bildet mehrere miteinander verbundene Räume unterschiedlicher Größe.
Hermann Eberhard fand 1895 hier die Überreste eines ausgestorbenen Bodenfaultiers, das während der letzten Eiszeit in Patagonien lebte. Die Entdeckung löste internationale wissenschaftliche Expeditionen aus, die weitere Fossilien früherer Tierarten bergen konnten.
Der Name Milodón erinnert an das ausgestorbene Riesenfaultier, dessen Nachbildung heute am Höhleneingang steht und den Besuchern eine Vorstellung von der einstigen Fauna gibt. Viele Reisende fotografieren sich neben der lebensgroßen Nachbildung des Tieres, bevor sie die Höhle erkunden.
Ein Wanderweg führt vom Parkplatz zur Höhle und zu kleineren Grotten in der Umgebung, insgesamt gut markiert und ohne größere Steigungen. Die Wege sind breit genug für Rollstühle am Haupteingang, während die hinteren Bereiche unebener werden.
Wissenschaftler fanden neben den Milodón-Knochen auch Überreste von ausgestorbenen Hippidion-Pferden, Säbelzahnkatzen und Macrauchenia-Huftieren aus dem Pleistozän. Diese Vielfalt zeigt, dass die Höhle Tieren unterschiedlicher Größe und Lebensweise über lange Zeiträume Schutz bot.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.