Sierra Velluda, Pleistozäner Stratovulkan in der Region Biobío, Chile.
Sierra Velluda ist ein Stratovulkan in der Region Bío Bío und prägt die Landschaft des Nationalparks Laguna del Laja mit zwei markanten Gipfeln. Das Gebirgsmassiv erreicht 3.585 Meter Höhe und stellt damit die höchste Erhebung des Parks dar.
Die Sierra Velluda entstand in zwei Etappen. Die erste, auf 495.000 Jahre datiert, hinterließ etwa 1,5 km Brekzie und Lavaströme mit vereinzelten pyroklastischen Strömen; die zweite, auf 381.000 Jahre datiert, fügte 3 km Brekzie und Lava hinzu. Später legte die glaziale Erosion die älteren Schichten frei.
Der Name geht auf die Sattelform der beiden Gipfel zurück: Der Forscher Eduard Poeppig, 1829 Erstbesteiger des Antuco, zeichnete das Massiv als "Silla de Bermudas". In der lokalen Mundart wurde daraus Sierra Velluda. Eine andere, vom Schriftsteller Carlos Elgueta vertretene Version leitet ihn von Fernando Belluga de Moncada ab, Schreiber des Cabildo von Los Infantes de Angol, dessen Nachname auch Velluga geschrieben wurde, daher "Silla de Velluga".
Der Berg liegt unmittelbar südwestlich des Vulkans Antuco im Nationalpark Laguna del Laja. Die Erstbesteigung des Nordgipfels (3585 m) gelang E. Fahrenkrog, K. Kroessig und H. Tilly am 17. Januar 1940 über die Route Canaleta Oeste; der Mittelgipfel (3518 m) wurde am 28. Dezember 1948 von A. Mercado und V. Sepúlveda erstmals bestiegen. Seine Westhänge entwässern in den Río Duqueco.
Gletschererosion hat die alten Vulkanschichten freigelegt und zeigt geologische Strukturen, die fast eine halbe Million Jahre zurückreichen. Diese sichtbaren Schichten erzählen die Geschichte der wiederholten vulkanischen Aktivität über immense Zeiträume.
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