Magellan, Astronomisches Observatorium in La Higuera, Chile
Die Magellan-Teleskope sind zwei optische Spiegelteleskope im Gregorian-Stil, die auf dem Las Campanas Observatory in der chilenischen Region Atacama stehen und jeweils einen Hauptspiegel von 6,5 m Durchmesser haben. Beide Instrumente sind in getrennten Kuppeln untergebracht und zeigen in dieselbe Himmelsrichtung, was eine unabhängige Beobachtung des Südhimmels ermöglicht.
Das erste Teleskop, Baade, wurde im Jahr 2000 in Betrieb genommen, das zweite, Clay, zwei Jahre später. Beide wurden von einem Konsortium amerikanischer Universitäten unter der Leitung der Carnegie Institution für Wissenschaft gebaut und sind bis heute in Betrieb.
Die Magellan-Teleskope tragen die Namen zweier Astronomen: Walter Baade und Clay, benannt nach einem Förderer der Carnegie Institution. Wer die Anlage besucht, kann sehen, wie internationale Forschungsteams in einem abgelegenen und sehr trockenen Gebiet zusammenarbeiten.
Der Standort liegt auf einer Höhe, bei der die Luft deutlich dünner ist als auf Meereshöhe. Daher sollten Besucher warme Kleidung mitbringen und sich etwas Zeit lassen, um sich an die Bedingungen zu gewöhnen, bevor sie sich anstrengen.
Eines der Instrumente, das IMACS-Spektrograph, kann Hunderte von Sternen oder Galaxien in einer einzigen Nacht gleichzeitig beobachten. Diese Fähigkeit, viele Objekte auf einmal zu erfassen, macht die Anlage besonders wertvoll für groß angelegte Himmelsdurchmusterungen.
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