Chilca, Archäologische Stätte im Bezirk Chilca, Peru.
Chilca (Pueblo 1) ist eine archäologische Stätte mit Überresten von Küstensiedlungen, die über etwa zwei Hektar verteilt sind. Die Ruinen zeigen kreisförmige Wohnhütten aus Schilfrohr und starken Rohren mit einem Durchmesser von etwa 2,5 Metern, die Einblick in frühe Bauweisen an der peruanischen Küste geben.
Die Grabungen in den 1960er Jahren durch den Archäologen Frederic Engel offenbarten Überreste, die bis etwa 3750 v.Chr. zurückgehen und eine ununterbrochene Besiedlung über etwa 1200 Jahre hinweg zeigen. Die Stätte wurde um etwa 2300 v.Chr. aufgegeben und illustriert damit die langfristige menschliche Präsenz in dieser Küstenregion während des frühen Zeitalters.
Die Einwohner hinterließen zahlreiche Begräbnisstätten mit Leichen, die in Schilfmatten und Baumwollkleidung gewickelt waren, was auf strukturierte Bestattungspraktiken hinweist. Schmuckstücke, die in diesen Gräbern gefunden wurden, zeigen ein Verständnis von persönlichem Schmuck und sozialer Unterscheidung.
Die Stätte liegt etwa 70 Kilometer südlich von Lima und nur 3 Kilometer vom Pazifischen Ozean entfernt in einer trockenen Umgebung. Besucher sollten sich auf begrenzte Schutzvorrichtungen einstellen und die exponierten Lage in der Nähe der Küste beachten.
Die Bewohner kombinierten das Fischen mit Haken aus Kaktusdornen mit dem Anbau von Süßkartoffeln, Limabohnen und Kürbis in dieser trockenen Umgebung. Diese Doppelstrategie aus Meer- und Landwirtschaft war für das Überleben in dieser anspruchsvollen Landschaft entscheidend.
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