Choquequilla, Präinkaische archäologische Stätte im Heiligen Tal, Peru.
Choquequilla, auch Naupa Iglesia genannt, ist eine Höhle auf 3627 Metern Höhe am Berghang über dem Río Huarocondo, erreichbar über eine zentrale Treppe, die verfallene landwirtschaftliche Inka-Terrassen hinaufführt. Ihre flachen Steinflächen bilden ein umgekehrtes V, und an einer Felswand befindet sich ein präzise gefertigtes Scheintor, das ins Nichts führt. Davor steht eine beschädigte stufenförmige Skulptur aus schwarzem Granit, flankiert von einer Mauer aus zwei Reihen von vier doppelt gerahmten Nischen im Tiwanaku-Stil; unmittelbar nördlich der Höhle liegt ein kleines Gebäude mit Nischen, Türen und Fenstern.
Die Höhle und ihre stufenförmige Skulptur aus schwarzem Granit werden den Inka zugeschrieben; den oberen Teil der Skulptur sprengten später Schatzgräber weg, die Stelle der Sprengladung ist noch sichtbar. Die angrenzende Mauer hat zwei Reihen von vier doppelt gerahmten Nischen im Tiwanaku-Stil, die in der Region Cusco selten sind. César Paternosto bezweifelt eine Herkunft aus Tiwanaku und verweist auf die massive trapezoide Form der Inka.
Die Namen verbinden Quechua ñaupa („uralt“) und waka („heiliger Ort“), während Choquequilla „Goldmond“ bedeutet und auf Mondzeremonien hindeutet. Die Skulptur aus schwarzem Granit nennt Scott C. Smith einen Altar, Steven Gullberg und J. McKim Malville einen Schrein. Heute zieht der Ort esoterische Pilger an.
Die Stätte liegt zwischen Ollantaytambo und Urubamba und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Pachar und dann etwa 45 Minuten Fußweg erreichbar. Der Weg folgt einem Pfad, der relativ einfach zu gehen ist, aber festes Schuhwerk ist notwendig.
Die stufenförmige Skulptur aus schwarzem Granit vor der Höhle wurde von Schatzgräbern teilweise weggesprengt; über dem Stufensymbol ist die Stelle sichtbar, wo die Sprengpatrone eingesetzt wurde. Ähnliche Stufenskulpturen stehen bei Qenko und Sacsayhuamán nahe den Höhleneingängen.
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