Reserva Nacional de Junín, Naturschutzgebiet in den zentralen Anden, Peru
Das Junín-Nationalreservat ist ein Schutzgebiet in den zentralen Anden Perus, das sich über die Hochebene von Bombón erstreckt und den Junín-See umfasst. Das Gebiet liegt auf etwa 4100 Metern Höhe und bedeckt eine Fläche von rund 530 Quadratkilometern mit Feuchtgebieten, Grasland und offenem Wasser.
Die peruanische Regierung richtete das Reservat am 7. August 1974 ein, um den See und seine Umgebung vor zunehmender Verschmutzung und Ausbeutung zu schützen. Vorher diente die Gegend jahrhundertelang als Weide- und Fischereigebiet für Andengemeinden.
Der Name stammt vom Quechua-Wort "khunkhu", was Ort des Nebels bedeutet, und beschreibt die oft bewölkte Hochebene rund um den See. Fischer aus den umliegenden Gemeinden nutzen noch heute Schilfboote, die nach traditionellen Methoden gebaut werden.
Die Anfahrt erfolgt über die Zentralstraße von Lima aus, wobei die Fahrt etwa fünf Stunden dauert und durch mehrere Pässe in den Anden führt. Besucher sollten warme Kleidung und Sonnenschutz mitbringen, da die Höhe und das Wetter schnell wechseln können.
Das Reservat beherbergt den Junín-Taucher, einen Vogel, der nirgendwo sonst auf der Welt vorkommt und nur in diesem Hochlandsee lebt. Insgesamt bietet das Gebiet Lebensraum für 149 Vogelarten, darunter mehrere Zugvogelarten, die hier Rast machen.
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