Reserva natural estricta San Antonio, Naturschutzgebiet in Misiones, Argentinien
Die Reserva Natural Estricta San Antonio ist ein streng geschütztes Waldgebiet in der argentinischen Provinz Misiones, nahe der Grenze zu Brasilien und Paraguay. Das Gebiet ist dicht bewaldet und beherbergt Araukarienwälder sowie eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten, die für diesen Waldtyp typisch sind.
Das Schutzgebiet wurde 1990 per Dekret eingerichtet, um einen der seltensten Waldtypen Südamerikas vor Abholzung zu bewahren. Zu diesem Zeitpunkt war der Araukarienwald in Misiones bereits stark durch landwirtschaftliche Erschließung und Holzeinschlag dezimiert worden.
Die Reserva ist für Besucher geschlossen; ihre Kultur ist die der umliegenden Siedler: Die essbaren Samen des bis 30 m hohen Curí oder Paraná-Kiefer (Araucaria angustifolia) werden von der lokalen Bevölkerung gesammelt. Der Guaraní-Name Tupá-sy, „Gott“, lebt im Rolador-Wasserfall außerhalb des Schutzgebiets weiter, in dem für eine spätere Erweiterung vorgesehenen Abschnitt.
Das Gebiet ist für die allgemeine Öffentlichkeit gesperrt und nur für genehmigte wissenschaftliche Arbeiten zugänglich. Wer das Reservat besuchen möchte, sollte sich vorab an die zuständigen argentinischen Umweltbehörden wenden, um die geltenden Bedingungen zu erfahren.
In diesem Gebiet gibt es keine Trockenzeit: Regen fällt das ganze Jahr über gleichmäßig, was den Araukarienwäldern ihre außergewöhnliche Dichte verleiht. Diese beständige Feuchtigkeit ermöglicht das Wachstum von Pflanzenarten, die in anderen Teilen Argentiniens nicht zu finden sind.
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