Dreiländereck, Internationaler Grenzpunkt in Südamerika.
Die Triple Frontier ist ein internationaler Dreiländerpunkt in Südamerika, wo der Fluss Iguazú in den Paraná mündet und die Territorien Argentiniens, Brasiliens und Paraguays aufeinandertreffen. Die Markierung erscheint an den Ufern der drei Grenzstädte Puerto Iguazú, Foz do Iguaçu und Ciudad del Este, wobei jedes Land seinen eigenen Aussichtspunkt entlang des breiten, langsam fließenden Wassers unterhält.
Die drei Nationen legten ihre gemeinsamen Grenzen im Jahr 1903 durch diplomatische Abkommen fest, wodurch die Region formell als internationales Grenzgebiet anerkannt wurde. Frühere Dispute über die genauen Trennlinien wurden in den Jahrzehnten davor durch bilaterale Verhandlungen gelöst.
Der Zusammenfluss führt drei Länder mit unterschiedlichen Sprachen und Alltagsrhythmen an einem Punkt zusammen, wo Besucher leicht die Grenzen zwischen spanischsprachigem Argentinien, portugiesischsprachigem Brasilien und zweisprachigem Paraguay wahrnehmen können. Jede Seite behält ihre eigenen Gewohnheiten beim Essen, bei den Öffnungszeiten und in der Architektur der Uferpromenade bei, was den Wechsel zwischen den Territorien merklich macht.
Fährverbindungen verkehren zwischen den drei Städten und ermöglichen einen direkten Zugang zu den Aussichtspunkten auf jeder Seite, wobei die Fahrten typischerweise weniger als eine Stunde dauern. Besucher sollten Reisedokumente mitführen, da die Bewegung zwischen den Ländern eine Grenzüberquerung beinhaltet.
Die Region liegt oberhalb des Guarani-Aquifers, eines der größten unterirdischen Süßwasserreservoire der Welt, das sich unter allen drei Ländern erstreckt. Der größte Teil dieses verborgenen Wassersystems befindet sich unter brasilianischem Boden.
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