Sajama-Linien, Geoglyphen-Netzwerk nahe dem Nevado Sajama, Bolivien.
Die Sajama-Linien sind ein Netzwerk gerader Wege auf dem Altiplano-Hochplateau im Westen Boliviens, das sich über eine riesige Fläche erstreckt. Diese Wege wurden durch das Entfernen dunkler Oberflächensteine geschaffen, um hellere Erde darunter freizulegen und sichtbare Markierungen zu hinterlassen.
Diese Wege wurden vor etwa 3.000 Jahren von einheimischen Gemeinschaften geschaffen und dienten als Verbindungswege zwischen heiligen Orten und Siedlungen. Die Linien zeigen das Wissen und die Planung alter Kulturen bei der Nutzung der schwierigen Hochlandlandschaft.
Das Wegenetz enthält mehrere radiale Zentren, die religiöse Strukturen, Grabtürme und Siedlungen in der Hochgebirgslandschaft verbinden.
Die beste Aussicht auf diese Wege bieten sich von erhöhten Punkten oder durch Satellitenaufnahmen, da sie aus Bodenperspektive schwer zu erkennen sind. Besucher sollten gutes Schuhwerk und Schutz vor der starken Höhensonne mitbringen, da das Gelände offen und exponiert ist.
Manche Linien verlaufen in strahlenförmigen Mustern von zentralen Punkten aus, was darauf hindeutet, dass sie mit astronomischen oder rituellen Beobachtungen verbunden sein könnten. Dieses radiale Design unterscheidet sich deutlich von anderen bekannten Geoglyphensystemen in Südamerika.
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