Pomerape, Schichtvulkan an der chilenisch-bolivianischen Grenze
Pomerape ist ein Stratovulkan an der Grenze zwischen Chile und Bolivien, im Departamento Oruro und in der Region Arica y Parinacota, mit einer Höhe von etwa 6.248 Metern. Er besteht aus rhyolithisch-dazitischen Lavadomen, die später von einem Kegel aus Hornblende-Andesit überdeckt wurden, mit Lavaströmen auf den Domen. Gletscher reichen bis auf 5.300–5.800 Meter herab, am Nordhang tiefer.
Pomerape entstand durch wiederholte Eruptionen über einen sehr langen Zeitraum, wobei seine letzte bekannte vulkanische Aktivität vor etwa 106.000 Jahren stattfand. Die heute sichtbare Kegelform ist das Ergebnis dieser langen Abfolge von Lavaströmen und Ascheablagerungen.
Die Aymara-Bevölkerung der Region bezeichnet Pomerape und den benachbarten Gipfel Parinacota gemeinsam als Payachata, was so viel wie "Zwillingsgipfel" bedeutet. Für die lokalen Gemeinschaften gelten diese beiden Berge als heilige Orte, die eng mit ihrer Identität und ihren Überlieferungen verbunden sind.
Der Ostkamm ist der übliche Anstieg, alpin bewertet mit PD; schwierigere Routen in der Südwand erreichen Schnee- oder Geröllhänge über 50 Grad. Ein Lager lässt sich auf 5.300 m am Sattel zwischen Parinacota und Pomerape einrichten. Je nach Jahreszeit machen Penitentes, hohe Eiskeulen, den Aufstieg körperlich schwer oder unmöglich.
Der Nordhang von Pomerape trägt im Vergleich zu den anderen Flanken deutlich kleinere Gletscher, während der Südhang steilere Schneefelder aufweist, die technisch anspruchsvollere Abstiege erfordern. Diese Unterschiede machen die beiden Seiten des Berges zu zwei sehr verschiedenen Erfahrungen für Bergsteiger.
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