Moxo people, Indigene ethnische Gruppe im Departamento Beni, Bolivien
Die Moxo sind eine indigene Bevölkerung, die in der Region Beni im Norden Boliviens lebt und die Flussgebiete und Regenwälder des Mamoré-Beckens bewohnt. Sie haben sich über Generationen hinweg an das Leben entlang der Flussläufe angepasst, wo sie Dörfer gründeten und ihre Gemeinden aufbauten.
Jesuiten-Missionare begannen ab 1682 mit der Gründung von Siedlungen in der Mojos-Ebene und führten ein Organisationssystem ein, das nach ihrem Abzug 1767 fortbestand. Diese Mission hinterließ dauerhafte Strukturen, die bis heute in einigen Aspekten der lokalen Organisation nachwirken.
Die Moxo-Gemeinschaften führen ihre Traditionen durch Zeremonien weiter, die natürliche Zyklen feiern, und pflegen Handwerkstechniken wie Töpferei und Weberei mit überlieferten Methoden. Diese Praktiken sind noch heute in den alltäglichen Leben und bei lokalen Versammlungen zu beobachten.
Die Moxo-Siedlungen liegen an beiden Ufern des Mamoré-Flusses, wobei die Gemeinschaften traditionell auf Landwirtschaft und Fischerei angewiesen sind. Der Zugang zu ihren Gebieten erfolgt hauptsächlich per Boot oder Flugzeug, da die Region überwiegend von Wasser und Wald geprägt ist.
Die Moxo errichteten Tausende künstlicher Hügel und entwickelten ausgefeilte Bewässerungssysteme in ihrer Region, die ein hohes technisches Verständnis für Wasserwirtschaft zeigen. Diese künstlich angelegten Landschaften sind heute noch in der Mojos-Ebene sichtbar und gehören zu den bemerkenswertesten Zeugnissen ihrer Ingenieurskunst.
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