Naletale, Archäologische Stätte im südlichen Zentrum Simbabwes
Naletale ist eine archäologische Stätte in der Provinz Matabeleland South, Simbabwe, wo trockene Steinmauern ohne Mörtel eine ovale Anlage auf einem Granithügel bilden. Die Mauern umschließen erhöhte Plattformen, auf denen einst Häuser standen, und sind mit geometrischen Mustern verziert.
Die Stätte wurde im 17. Jahrhundert von einer Herrscherdynastie errichtet, die aus dem Reich Khami stammte und die Region von diesem Hügel aus kontrollierte. Sie gilt als eine der letzten großen Steinbauten dieser Tradition in der Region.
Die Steinmuster auf den Mauern spiegeln wider, wie die Bewohner ihre Gesellschaft organisierten: Der Wohnbereich des Häuptlings lag im Zentrum, während andere Bereiche nach Rang und Zugehörigkeit angeordnet waren. Wer durch das Gelände geht, kann diese räumliche Logik noch heute nachvollziehen.
Um zur Stätte zu gelangen, muss man einen felsigen Granithügel hinaufsteigen, was festes Schuhwerk und ausreichend Wasser erfordert, da der Weg steil und wenig schattig ist. Ein Besuch am frühen Morgen ist empfehlenswert, da es im Laufe des Tages sehr heiß werden kann.
Ausgrabungen haben Glasperlen und Porzellanscherben aus Ostasien zutage gefördert, was zeigt, dass die Bewohner dieser Stätte in Handelsnetzwerke eingebunden waren, die bis in den Indischen Ozean reichten. Diese Objekte wurden nicht lokal hergestellt und müssen über lange Handelswege hierher gelangt sein.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.