Madagaskar, Inselstaat in Ostafrika.
Madagaskar ist ein Inselstaat vor der Südostküste Afrikas mit Regenwäldern an der Ostküste, einem zentralen Hochland und trockenen Gebieten im Südwesten. Das Land erstreckt sich über mehrere Klimazonen mit Bergketten vulkanischen Ursprungs und einer Küstenlinie von über 4800 Kilometern.
Indonesische Seefahrer erreichten die Insel um 350 vor unserer Zeitrechnung, gefolgt von ostafrikanischen Migranten. Das Merina-Königreich entstand 1540 und kontrollierte große Teile bis zur französischen Kolonisierung 1896, die bis zur Unabhängigkeit 1960 andauerte.
Die madagassische Gesellschaft feiert Famadihana, bei der Familien die Gebeine ihrer Verstorbenen in neue Seidenhüllen wickeln und mit Musik und Tanz ehren. Diese Zeremonie verbindet die Lebenden mit ihren Vorfahren und findet meist zwischen Juni und September in den Hochländern statt.
Die Trockenzeit von Mai bis Oktober bietet günstige Bedingungen für Parkbesuche und Tierbeobachtungen in allen Regionen. Internationale Flüge landen am Flughafen Ivato nahe Antananarivo, Visa werden bei Ankunft ausgestellt und Malariaprophylaxe wird für Küstengebiete empfohlen.
Etwa neunzig Prozent der Tier- und Pflanzenarten kommen nirgendwo sonst auf der Erde vor, darunter über hundert Lemurenarten. Sechs verschiedene Affenbrotbaumarten wachsen ausschließlich hier, während auf dem afrikanischen Kontinent nur eine weitere Art vorkommt.
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