Felsenmalereien von Kondoa, Felskunststätte im Kondoa-Distrikt, Tansania.
Die Kondoa Rock Art Sites sind eine Sammlung von über 150 natürlichen Höhlen mit alten Malereien auf Granitflächen. Diese Kunstwerke zeigen gestreckte menschliche Figuren, Haustiere und Jagdszenen, die auf den Felswänden verewigt sind.
Die Untersuchung des Kisese II Rockshelter, die 1935 von Mary und Louis Leakey begonnen wurde, ergab Artefakte und Belege für menschliche Besiedlung aus einer Zeit vor etwa 40.000 Jahren. Diese Funde zeigten, dass Menschen in dieser Region über einen sehr langen Zeitraum hinweg lebten.
Die Sandawe-Menschen haben eine lebendige Verbindung zu diesen Orten durch ihre simbó-Heilungszeremonien, die noch heute praktiziert werden. Die Maasai nutzen die Höhlen für Ritualspeisungen, die wichtige soziale Ereignisse markieren.
Der Besuch erfordert Registrierung bei der Informationsstelle in Kolo und die Begleitung durch autorisierte Führer, da das Gelände rau und die Malereien weit verteilt sind. Besucher sollten auf unebenes Terrain vorbereitet sein und ausreichend Zeit für die Erkundung mehrerer Höhlen einplanen.
Die Malereien zeigen zwei verschiedene kuenstlerische Stile: rote Ocker-Malereien stammen von Jaegern und Sammlern, waehrend weisse Malereien von Bantu-Bauern stammen. Diese beiden Stile repraesentieren unterschiedliche Kulturen und Lebensweisen, die sich in der gleichen Region ueberlagert haben.
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