Internationaler Strafgerichtshof für Ruanda, Internationales Gericht in Arusha, Tansania
Das Internationale Strafgericht für Ruanda ist ein von den Vereinten Nationen eingerichtetes Gericht in Arusha, Tansania, das sich mit den Verbrechen des Jahres 1994 befasst. Das Gericht führte Prozesse gegen Personen durch, die für schwere Verbrechen während der Ereignisse in Ruanda verantwortlich gemacht wurden.
Der UN-Sicherheitsrat gründete das Gericht am 8. November 1994 durch Resolution 955, um auf die Verbrechen zu reagieren, die in Ruanda stattgefunden hatten. Das Gericht schloss seine Tätigkeit 2015 ab und übertrug seine verbleibenden Aufgaben an einen Nachfolgemechanismus.
Der Gerichtshof verbindet internationale Rechtspraktiken mit lokalen Justizelementen zur Verfolgung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord.
Die Gerichtsakten und Verfahrensdokumente sind über offizielle Archive zugänglich, die von Forschern und Rechtsfachleuten genutzt werden. Die meisten Materialien sind digital verfügbar und ermöglichen den Zugang zu den Urteilen und Verfahrensabläufen.
Der Gerichtssaal wurde so gestaltet, dass Überlebende und Zeugen während der Aussagen durch Glastrennwände geschützt werden konnten. Diese Maßnahme ermöglichte sichere Zeugenaussagen in Fällen, die tiefgreifende Traumata betrafen.
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