Lake Otún, Hochgebirgssee im Los Nevados Nationalpark, Kolumbien.
Der Lago Otún ist ein Hochgebirgssee im Nationalpark Los Nevados in den kolumbianischen Anden, auf etwa 3.900 Metern Höhe. Er liegt in einem offenen Tal umgeben von kahlen Felsen, niedrigem Bergpflanzen und dem Ursprung des Flusses Otún.
Der See und das umliegende Gebiet wurden von indigenen Bevölkerungen der Region schon lange vor der spanischen Kolonialisierung genutzt und als heiliger Ort betrachtet. Im 20. Jahrhundert wurde das Gebiet unter Schutz gestellt und 2018 als Ramsar-Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung eingestuft.
Der See trägt den Namen des Flusses Otún, der aus ihm herausfließt und die Stadt Pereira mit Trinkwasser versorgt. Besucher können beobachten, wie das Wasser bergab fließt und schließlich das Leben in den Tälern weit unterhalb des Sees prägt.
Der Weg zum See erfordert gute körperliche Fitness und ausreichend Zeit zur Akklimatisierung an die Höhe. Es empfiehlt sich, warme und wasserdichte Kleidung mitzubringen, da das Wetter in den Bergen schnell umschlagen kann.
Der See wurde 2018 offiziell als Ramsar-Feuchtgebiet anerkannt, obwohl er auf den ersten Blick eher wie ein Bergsee als wie ein Feuchtgebiet wirkt. Diese Einstufung schützt nicht nur das Wasser selbst, sondern auch das gesamte Moor- und Grasland des Páramos, das den See umgibt.
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