Chía, Verwaltungsgemeinde im Departamento Cundinamarca, Kolumbien
Chía ist eine Gemeinde in der Provinz Cundinamarca, etwa 30 Kilometer nordöstlich von Bogotá, auf einer Höhe von 2.564 Metern in den Anden gelegen. Das Gelände prägt sich durch die sanften Berghänge, die Universitätscampi und die Restaurants aus, die sich entlang der Hauptstraßen verteilen.
Der spanische Eroberer Gonzalo Jiménez de Quesada gründete diese Siedlung 1537 und machte sie zu einer der frühesten Kolonialgründungen in der Region. Später spielte der Ort eine bedeutende Rolle während des Aufstands der Comuneros 1781, als hier Verhandlungen zwischen Rebellen und dem spanischen Vizekönig stattfanden.
Der Name Chía stammt aus der Chibcha-Sprache und bezieht sich auf eine Mondgöttin, der an diesem Ort in vorkolumbianischen Zeiten Verehrung zuteil wurde. Die Bewohner bewahren diese Verbindung zur indigenen Vergangenheit in ihrer Lokalkultur und in den Namen von Straßen und Plätzen.
Der Ort ist von Bogotá aus leicht erreichbar und bietet Besuchern eine Reihe von Aktivitäten wie das Erkunden der Universität, das Essen in lokalen Restaurants und der Besuch des sonntäglichen Marktes. Wer die Gegend erkunden möchte, sollte bequeme Schuhe tragen und sich mit der etwas kühlen Bergluft in dieser Höhe einstellen.
Die Puente de los Comuneros, bekannt als Brücke der Gemeinen, war ein kritischer Verhandlungsort während der Volksbewegung von 1781 und hat seither einen besonderen Platz in der lokalen Geschichte bewahrt. Dieses Bauwerk ist wenig bekannt, obwohl es an ein Ereignis erinnert, das die koloniale Machtkonstellation erschütterte.
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