Xultun, Maya-Ausgrabungsstätte in Petén, Guatemala
Xultun ist ein archäologischer Komplex im Dschungel von Petén mit mehreren Plätzen und Bauwerken aus der Maya-Zeit. Die Anlage bestand aus einer 35 Meter hohen Pyramide als zentrales Bauwerk, zwei Ballspielplätzen und zahlreichen Steinskulpturen, die Stelae genannt werden.
Der Ort wurde 1915 von Aurelino Aguayo entdeckt und blieb zunächst unerforsch t. Zwischen 1920 und 1923 dokumentierten Archäologen des Carnegie Institute mehrere Steinskulpturen und erschlossen so das Verständnis für die Bedeutung dieser Maya-Stätte.
Der Ort enthält ein Schwitzbadgebäude namens Los Sapos mit geschnitzten Verzierungen, die eine weibliche Gestalt mit Froschmerkmalen zeigen. Diese Darstellung bezieht sich auf die Maya-Göttin Ix Chel und ihre Verbindung zur Fruchtbarkeit und zum Wasser.
Der Ort liegt etwa 40 Kilometer nordöstlich von Tikal in einer dicht bewaldeten Region und erfordert Vorbereitung für den Besuch. Man sollte Zeit für den Weg einplanen, festes Schuhwerk mitbringen und sich auf feuchte Bedingungen im Dschungel einstellen.
Eine kleine Raum aus der Spätklassik zeigt auf seinen Wänden bemalte Figuren, die drei dunkle sitzende Gestalten darstellen. Diese Wandmalereien verdeutlichen das künstlerische Geschick und die religiöse Bedeutung solcher priesterlichen Räume in der Maya-Gesellschaft.
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