Fort Santo Tomás, Spanische Kolonialfestung in Santiago, Dominikanische Republik
Fort Santo Tomás ist eine spanische Kolonialfestung in den Bergen von Santiago in der Dominikanischen Republik, die auf einem Plateau auf etwa 435 Metern Höhe liegt. Die Ruinen sind heute kaum sichtbar, doch die strategische Lage über mehreren Flüssen zeigt, wie wichtig dieser Ort für die frühe spanische Kontrolle war.
Die Festung wurde im März 1494 während der zweiten Reise von Christoph Kolumbus errichtet und war somit das zweite spanische Bauwerk dieser Art auf Hispaniola. Sie diente als wichtiger Stützpunkt für die frühe spanische Kolonisierung und Kontrolle der neuen Inselbesitzungen.
Der Name des Forts bezieht sich auf den heiligen Thomas und spiegelt die religiöse Bedeutung wider, die die spanischen Siedler ihrer Mission zuschrieben. An diesem Ort trafen unterschiedliche Welten aufeinander, was sich in den Überresten der Befestigung und ihrer Lage noch heute ablesen lässt.
Der Ort liegt auf einem Bergplateau und kann von Santiago aus über lokale Wege erreicht werden, wobei festes Schuhwerk wegen des unebenen Geländes wichtig ist. Da es sich um Ruinen handelt, sind gute körperliche Bedingungen und Vorsicht beim Erkunden der Steinfundamente erforderlich.
Der Kommandant Alonso de Ojeda verteidigte die Anlage mit nur fünfzehn Soldaten erfolgreich gegen einen großen indigenen Angriff und machte sie dadurch zur Legende der frühen Kolonialzeit. Diese kleine Garnison bewies durch ihre Widerstandskraft, dass die spanische Präsenz trotz Überzahl des Gegners behauptet werden konnte.
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