La Isabela, Archäologische Siedlung in Luperón Puerto Plata, Dominikanische Republik
La Isabela ist eine archäologische Ausgrabungsstätte in Luperón im Norden der Dominikanischen Republik, die Überreste der ersten dauerhaften europäischen Siedlung in Amerika zeigt. Das Gelände umfasst erkennbare Grundmauern eines Wachturms, einer Kirche, einer Werft und des ersten Wohnsitzes von Christoph Kolumbus auf dem Kontinent.
Gegründet am 8. Dezember 1493 während der zweiten Reise von Kolumbus, markiert die Stätte den Beginn der dauerhaften europäischen Präsenz in der westlichen Hemisphäre. Die Kolonie wurde jedoch bereits 1498 aufgegeben, nachdem Krankheiten, Hunger und zwei schwere Hurrikane die Gemeinschaft geschwächt hatten.
Die Überreste der Siedlung zeigen Spuren früher Begegnungen zwischen europäischen Siedlern und den hier lebenden Taíno-Gemeinschaften, darunter Keramikfragmente und Werkzeuge aus beiden Traditionen. Besucher können anhand der Fundamente nachvollziehen, wie die ersten Kolonisten versuchten, spanische Bauweisen an die Bedingungen der Karibik anzupassen.
Der Eintritt kostet 100 dominikanische Pesos, und die Stätte ist am besten bei Tageslicht zu erkunden, um die Strukturen deutlich zu erkennen. Lokale Führer können gegen Aufpreis gebucht werden und helfen dabei, die verstreuten Grundmauern und Ausgrabungsbereiche besser zu verstehen.
Das Gelände war Schauplatz der ersten dokumentierten Epidemie europäischen Ursprungs in der westlichen Hemisphäre und erlebte außerdem zwei der frühesten aufgezeichneten Atlantikstürme im Jahr 1494 und 1495. Diese Naturkatastrophen trugen maßgeblich zum Scheitern der Kolonie nach nur wenigen Jahren bei.
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