Münzfund von Sandur, Mittelalterliche Münzsammlung in Sandur, Färöer Inseln
Der Sandur-Schatz ist eine Sammlung von 98 mittelalterlichen Silbermünzen aus verschiedenen europäischen Ländern wie England, Dänemark, Norwegen, Deutschland und Ungarn, die aus dem 11. Jahrhundert stammen. Die Münzen sind heute im Nationalmuseum der Färöer in Tórshavn ausgestellt und können dort besichtigt werden.
Der Schatz wurde 1863 von Totengräbern entdeckt, die eine tiefe Grabstätte für Pestopfer in der Nähe der ersten Kirche von Sandur vorbereiteten. Die Münzen befanden sich an der Altar-Stelle der zweiten Kirche, die auf den Inseln errichtet wurde, was auf ihre Deponierung durch einen wohlhabenden Bauern hindeutet.
Die Münzen zeigen, dass Sandur während des Mittelalters in ein großes Handelsnetz eingebunden war, das sich über ganz Europa erstreckte. Die Herkunft der Münzen aus so vielen verschiedenen Ländern deutet darauf hin, dass Bewohner der Insel regelmäßig Kontakte zu entfernten Regionen pflegten.
Die Sammlung kann im Nationalmuseum der Färöer in Tórshavn besichtigt werden, das das ganze Jahr über geöffnet ist. Es ist eine gute Idee, vor dem Besuch die Öffnungszeiten zu überprüfen und das Museum bequem zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Die Münzen wurden zufällig entdeckt, als Arbeiter eine Pestgrube aushoben und dabei auf eine verborgene Sammlung stießen. Diese unerwartete Entdeckung gab Archäologen später Einblick in die wohlhabende Schicht der Inselbewohner, die Reichtum in dieser abgelegenen Region anhäuften.
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