Neptunbrunnen, Barocker Brunnen im Schloss Schönbrunn, Österreich
Der Neptunbrunnen ist ein Barockbrunnen im Schönbrunn-Palast und zeigt eine zentrale Statue des Neptun in einem Muschelwagen, umgeben von Nymphen, Meeresgöttern und mythologischen Wesen aus weißem Marmor. Die Anlage verteilt sich über mehrere Ebenen und fließt in ein großes steinernes Becken hinein.
Johann Ferdinand von Hohenberg entwarf diesen Brunnen 1778 als Teil der Gartenveränderungen, die Kaiserin Maria Theresia für den Schönbrunn-Palast in Auftrag gab. Das Projekt entstand in einer Zeit, als die kaiserliche Familie den Palastgarten nach neuesten künstlerischen Idealen umgestalten wollte.
Der Brunnen zeigt Neptun mit seinem Dreizack, der die Meere beherrscht, während die Nymphe Thetis um Schutz für ihren Sohn Achilles' Reise nach Troja bittet. Diese mythologische Geschichte ist in Stein gemeißelt und erzählt von der Macht des Meeres und göttlichen Interventionen.
Der Brunnen ist von April bis Oktober zugänglich, wobei das Wasser an mehreren Ebenen hinunterfließt. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist in den Morgenstunden, wenn weniger Besucher vor Ort sind und die Lichtverhältnisse für Fotos günstiger sind.
Die halbovale Sockelstruktur unterbricht die gekrümmte Stützmauer und schafft eine natürliche Felsenlandschaft, aus der die maritimen Figuren hervorzutreten scheinen. Dieses architektonische Merkmal macht den Brunnen zu einem organischen Teil der Gartenlandschaft, anstatt als isoliertes Kunstwerk zu wirken.
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