Provinz Lüttich, Verwaltungsprovinz in der Wallonischen Region, Belgien.
Die Provinz Lüttich erstreckt sich über Ostbelgien und umfasst ein Gebiet mit Hügeln, Tälern und vier Verwaltungsbezirken. Die Region wird geprägt durch eine Mischung aus städtischen Zentren, ländlichen Landschaften und industriellen Erbe, das aus ihrer metallurgischen Vergangenheit stammt.
Die Provinz entstand aus dem früheren Fürstbistum Lüttich, das im Heiligen Römischen Reich erhebliche Macht ausübte, bevor es 1795 von Frankreich annektiert wurde. Nach dem Fall Napoleons wurden die Grenzen neu gezogen, und die Region wurde Teil des modernen Belgiens nach der Unabhängigkeit im Jahr 1830.
Die Universität Lüttich prägt das kulturelle Leben der Provinz durch ihre Forschungseinrichtungen und hat eine starke Verbindung zu lokalen Traditionen handwerklicher Fertigkeiten bewahrt. Besucher sehen überall in der Region Spuren dieser akademischen und handwerklichen Kultur, besonders in den älteren Stadtvierteln, wo kleine Werkstätten und Galerien diesen Geist lebendig halten.
Die Provinz verbindet sich mit drei Nachbarländern - Niederlande, Deutschland und Luxemburg - über ein verzweigtes Eisenbahn- und Autobahnnetz. Dies macht es relativ einfach, verschiedene Orte innerhalb der Provinz oder in benachbarten Ländern zu besuchen, wobei die Zugverbindungen eine gute Alternative zum Auto darstellen.
Der östliche Teil der Provinz beherbergt eine deutschsprachige Gemeinschaft in Eupen-Malmedy, die Belgien nach dem Ersten Weltkrieg erwarb. Diese Gegend behält ihre eigene Sprache und Traditionen bei und unterscheidet sich merklich vom restlichen französischsprachigen Teil der Provinz.
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