Terra Indígena Yanomami, Indigenes Reservat im nördlichen Amazonasregenwald, Brasilien.
Das Yanomami-Gebiet erstreckt sich über 9,6 Millionen Hektar in den Bundesstaaten Amazonas und Roraima und umfasst verschiedene Ökozonen von Regenwäldern bis zu Bergketten. Das Territorium besteht aus Flussläufen, dichten Waldflächen und höher gelegenen Regionen, die zusammen eine der größten zusammenhängenden Wildnisgebiete des Amazonas bilden.
Das Gebiet wurde 1992 nach internationalen Kampagnen offiziell als Yanomami-Indianerterritorium etabliert, um die einheimischen Gemeinschaften vor externen Bedrohungen zu schützen. Diese Anerkennung kam nach Jahrzehnten des Kontakts und der Anpassungen, die die Yanomami-Gesellschaft tiefgreifend verändert hatten.
Die Yanomami leben in kreisförmigen Gemeinschaftshütten namens Shabonos, wo jede Familie ihren eigenen Feuerherd hat und an gemeinsamen Zeremonien teilnimmt. Diese Bauweise ermöglicht es den Bewohnern, ihre sozialen Bindungen zu pflegen und ihre Traditionen im Alltag zu bewahren.
Das Gebiet liegt an der Grenze zu Venezuela und umfasst Teile von Nationalparks, die eine Zusammenarbeit zwischen brasilianischen Umweltbehörden und indigenen Führungspersonen erfordern. Der Zugang für Besucher ist stark eingeschränkt, und es ist wichtig, sich vorher mit den lokalen Behörden abzustimmen.
Die Yanomami bauen etwa 60 verschiedene Kulturpflanzen an und nutzen etwa 500 Pflanzenarten auf Basis ihres traditionellen ökologischen Wissens. Dieses Wissen über die Waldressourcen wurde über Generationen weitergegeben und ist ein wesentlicher Teil ihrer Überlebensstrategie.
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