Habitat 67, Brutalistische Wohnanlage in Ville-Marie, Kanada.
Insgesamt 354 vorgefertigte Betonmodule bilden 158 Wohnungen, die in versetzten Formationen über drei miteinander verbundene Pyramidenstrukturen verteilt sind, wobei jede Einheit durch die Anordnung der Module unterschiedliche Grundrisse und mehrere Terrassen erhält.
Architekt Moshe Safdie entwickelte das Projekt als Abschlussarbeit seines Architekturstudiums an der McGill University, bevor die kanadische Bundesregierung den Bau für die Weltausstellung 1967 finanzierte und ursprünglich mit tausend Wohneinheiten geplant war, die jedoch auf 158 reduziert wurden.
Der Komplex diente als Vision für verdichtetes Stadtleben und sollte zeigen, dass Bewohner von Hochhäusern Zugang zu privaten Außenflächen und natürlichem Licht haben können, was die nordamerikanische Diskussion über urbane Wohnformen beeinflusste.
Das Gebäude an der Avenue Pierre-Dupuy 2600 bietet öffentliche Führungen an, die Zugang zu ausgewählten Wohnungen und gemeinschaftlichen Außenbereichen ermöglichen. Reservierungen sind erforderlich, da es sich um ein bewohntes Wohngebäude handelt. Die nächste Metrostation ist Jean-Drapeau auf der Île Sainte-Hélène.
Jedes Modul wiegt rund 90 Tonnen und wurde per Kran positioniert, wobei einige Einheiten bis zu fünf Module umfassen, die über bis zu drei Ebenen verbunden sind, sodass Bewohner interne Treppen innerhalb ihrer eigenen Wohnungen nutzen können.
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