Kanton Tessin, Kanton in der Südschweiz
Das Tessin ist ein italienischsprachiger Kanton im Süden der Schweiz, der sich zwischen dem Lago Maggiore und dem Luganer See erstreckt und durch Berge, Täler und eine teils mediterrane Vegetation geprägt ist. Die Region gliedert sich in acht Bezirke und verbindet alpine Landschaften im Norden mit einem milderen Klima und Palmen im Süden.
Die Gebiete südlich der Alpen wurden im 15. Jahrhundert von der Schweizerischen Eidgenossenschaft erobert und zunächst als italienischsprachige Untertanengebiete verwaltet. Im Jahr 1803 vereinte Napoleon diese Territorien zum eigenständigen Kanton Tessin innerhalb der Helvetischen Republik.
Der Kanton ist die einzige Region der Schweiz, in der Italienisch als Hauptsprache gesprochen wird, und dieser sprachliche Einfluss zeigt sich in den Strassenschildern, Märkten und der Art, wie Menschen das öffentliche Leben nutzen. Die Architektur vieler Dörfer und Städte folgt mediterranen Mustern mit offenen Plätzen, Arkaden und Fassaden in warmen Farbtönen, die an norditalienische Ortschaften erinnern.
Die Anreise erfolgt über den Gotthard-Eisenbahntunnel, der den Kanton mit der Deutschschweiz verbindet und von Zürich aus in etwa drei Stunden erreichbar macht. Im Süden führen mehrere Passstrassen und Autobahntunnel nach Italien, während lokale Buslinien die Täler und kleineren Ortschaften miteinander verbinden.
Die Nordgrenze des Kantons wird von den Lepontinischen Alpen gebildet, wo Gipfel bis zu 3402 Meter Höhe erreichen, während im Süden Palmen und Feigenbäume unter einem mediterranen Klima gedeihen. Dieser Kontrast macht die Region zu einer der klimatisch vielfältigsten Gebiete der gesamten Schweiz auf vergleichsweise kleinem Raum.
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