Bellavista, Berggipfel an der Italien-Schweiz-Grenze, Graubünden
Die Bellavista ist ein vergletscherter Höhenzug der Berninagruppe an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz mit vier Gipfeln von Ost nach West: 3798 m, 3885 m, 3890 m und 3921 m. Im Osten trennt die Fuorcla Bellavista (3676 m) den Grat vom Piz Palü, im Westen bildet der Pass dal Zupò (3840 m) den Abschluss. Der Morteratschgletscher zieht nach Norden talwärts, südseitig liegt der Altipiano di Fellaria.
Die erste Überschreitung aller vier Gipfel der Bellavista unternahmen Emil Burckhardt und Hans Grass am 10. September 1868. Am 19. August 1889 gelang C. C. Branch und B. Wainewright mit dem Führer Martin Schocher die erste Überschreitung der Bellavista-Gipfel zusammen mit den drei Gipfeln des benachbarten Piz Palü.
Der Name Bellavista ist italienisch und bedeutet «schöne Aussicht» – passend für einen Grat über dem Morteratschgletscher im Norden und dem Altipiano di Fellaria im Süden. Die Grenze verläuft auf dem Grat, sodass Bergsteiger bei derselben Überschreitung von der italienischen auf die schweizerische Karte wechseln. Die vier Gipfel sind nach ihrer Lage benannt, vom Nordostgipfel bis zum Haupt- oder Südwestgipfel.
Bergsteiger erreichen den Gipfel über einen Schneekamm und können von den Bahnhöfen der Berninabahn sowie von Berghütten aus starten. Gute Ausrüstung, Erfahrung mit Schnee und Eis sowie früher Aufbruch am Morgen sind für diese Route wesentlich.
Der Berg hat vier separate Gipfel mit unterschiedlichen Höhen, von denen der Hauptgipfel 3.921 Meter erreicht, während der niedrigere Nordostgipfel 3.798 Meter misst. Diese Mehrfachspitzen machen die Route technisch interessant und bieten verschiedene Ziele für fortgeschrittene Kletterer.
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