Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz, Internationale Grenze in Ostfrankreich und der Westschweiz
Die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz ist eine internationale Grenze im östlichen Frankreich und in der westlichen Schweiz, die sich über 572 Kilometer erstreckt. Sie verläuft durch das Rheintal, das Juragebirge, den Genfersee und alpine Gegenden und verbindet städtische Ballungsräume mit ländlichen Tälern.
Die heutige Grenzlinie wurde hauptsächlich beim Wiener Kongress 1815 festgelegt, als Genf, Neuenburg und Wallis der Eidgenossenschaft beitraten. Frühere territoriale Vereinbarungen zwischen französischen und schweizerischen Herrschaften hatten die Grundlage für diesen Verlauf gelegt.
Die Grenzgebiete zeigen sprachliche Verbindungen, wobei im Norden Deutschsprachige und in den mittleren sowie südlichen Abschnitten Französischsprachige leben. Diese sprachliche Teilung spiegelt sich in den Ortsnamen, Straßenschildern und im Alltag der Grenzbewohner wider.
Passkontrollen entfielen nach dem Beitritt der Schweiz zum Schengen-Raum im Jahr 2008, doch Zollkontrollen bleiben an mehreren Übergangsstellen aktiv. Reisende sollten bei grenzüberschreitenden Fahrten gültige Ausweisdokumente mitführen und sich der unterschiedlichen Währungen und Einkaufsvorschriften bewusst sein.
Drei Grenzmarkierungen befinden sich innerhalb der CERN-Anlage in Meyrin, was spezielle Abkommen zwischen beiden Ländern für den wissenschaftlichen Betrieb erforderte. Der Teilchenbeschleuniger selbst verläuft unter beiden Staaten hindurch und macht den Standort zu einem der wenigen Orte, an denen internationale Physikforschung die Grenze buchstäblich überquert.
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