Schlösschen Gundeldingen, Mittelalterliches Schloss im Gundeldingen-Viertel, Schweiz.
Schlösschen Gundeldingen ist ein Burgkomplex in Basel mit roter Fassade und mehreren zusammenhängenden Gebäudeteilen an der Dittingerstrasse. Ein markanter Treppenturm aus dem Jahr 1674 prägt die äußere Form, während das Innere nach einer Umgestaltung 1974 moderne Büroräume für Stadt und private Nutzer bietet.
Gundeldingen war keine einheitliche Anlage des 14. Jahrhunderts, sondern vier verwandte Burgen: Das Obere Mittlere Gundeldingen entstand Mitte des 14. Jahrhunderts und wurde 1377 als Lehen des Klosters St. Alban erwähnt, das Untere Mittlere Gundeldingen um 1400, das Äussere Gundeldingen Ende des 14. Jahrhunderts. Das Innere Gundeldingen folgte im 16. Jahrhundert als Herrensitz eines Kaufmanns. Das Obere Mittlere wurde im 19. Jahrhundert für eine Brauerei abgebrochen, das Äussere nach 1953 für einen Wohnblock an der Gundeldingerstrasse 446; das Untere Mittlere, 1842 an das Stadtspital verkauft, wurde durch ein 1965 gegründetes Komitee erhalten und 1974 wiedereröffnet.
Der Name Gundeldingen umfasst vier einst getrennte Schlösser, von denen nur Teile von zweien erhalten sind. Das um 1400 erbaute Untere Mittlere Gundeldingen kaufte 1549 Thomas Platter, der erste Rektor des Basler Gymnasiums, der den baufälligen Bau bis zu seinem Tod 1582 instand setzte. Seit 1974 beherbergt sein Hauptgebäude staatliche und private Büros.
Das Gebäude ist teilweise zugänglich, da es als Bürogebäude genutzt wird und bestimmte Bereiche der Öffentlichkeit nicht offenstehen. Es lohnt sich, die äußere Architektur und den roten Turm von der Straße aus zu betrachten und das Viertel zu erkunden.
Eine Mineralquelle auf dem Gelände wurde 1704 entdeckt und versorgte die Bevölkerung mit Wasser bis etwa 1800. Diese Quelle war lange Zeit eine wichtige Ressource für das Viertel, bevor sie allmählich an Bedeutung verlor.
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