Jubiläumsgrat, Führe zwischen Zugspitze und Hochblassen
Der Jubiläumsgrat ist eine Bergsteigerroute, die sich über mehr als 5 Kilometer über den Gebirgskamm zwischen Zugspitze und Alpspitze erstreckt. Die Strecke verbindet zwei Gipfel durch wechselndes Gelände: schmale Grate mit scharfen Kanten, steile Kletterstellen bis zur Schwierigkeit III-, und kurze Abschnitte mit Stahlseilen oder Verankerungen, während andere Passagen völlig ungesichert bleiben.
Der Grat wurde nach dem 25-jährigen Bestehen des Deutschen Alpenvereins benannt und erfreute sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts wachsender Beliebtheit unter Bergsteigern. Die Route etablierte sich als klassische Herausforderung der Alpenvereinskultur und bleibt seitdem eine der bekannteren mehrstündigen Bergsteigertouren in den deutschen Alpen.
Der Grat trägt seinen Namen vom 25-jährigen Jubiläum des Deutschen Alpenvereins, das 1900 gefeiert wurde. Für Bergsteiger stellt die Route ein Prüfstein dar: wer sie bewältigt, bewies traditionell technisches Können und Ausdauer in den Bergen.
Die Route dauert etwa neun bis zehn Stunden und verlangt sehr gute Ausdauer sowie sichere Kletterfähigkeiten mindestens im unteren dritten Schwierigkeitsgrad. Starke Temperaturunterschiede und schnelle Wetterwechsel treten auf: Früh morgens sind die Steine oft fest, später werden Föhn und Nässe zum Risiko, daher ist es sinnvoll, vor Sonnenaufgang vom Zugspitzgipfel zu starten.
Eine bemerkenswerte Stelle ist die Volkarspitze, eine fast senkrechte Kletterstelle von etwa 30 Metern Höhe, die mitten auf der Route kommt und Kraft sowie Konzentration fordert. Auch wer sich sonst sicher fühlt, muss hier mit höchster Aufmerksamkeit klettern, da ein Fehler keine zweite Chance erlaubt und die Rettung schwierig ist.
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